Alex hat mit seinem Jahresrückblich auch zu einer Reflexion inspieriert. Ja, was war denn alles im letzten Jahr?
Es war wieder einmal ein Jahr der großen Veränderungen, zumindest was die Lebensräume angeht.
Beruflich habe ich zu Beginn des Jahres zwei wichtige und sehr gute Wirtschaftsgipfel gemacht. Besonders stolz war ich auf meinen COO Gipfel, das war wirklich nicht einfach und im Januar kann ich mich erinnern, war ich mir noch nicht ganz sicher, wie ich da ein super Programm hinbekomme. Das war dann auch meine letzte Veranstaltung, die ich nicht nur geplant, sondern auch vor Ort durchgeführt habe. (Das wusste aber zu dem Zeitpunkt ja noch niemand, außer mir und meiner Familie.). Ja und dann kam die Kündigung. Wann sag ich es, wem, wie… Überraschung, Trauer, Abschied. Aber ich habe es hinbekommen dieses Kapitel schön und in Frieden zu schließen
! Das war auf jeden Fall eine Leistung.
Danach ging das Warten los. Keine Antwort von der Uni bis einem Tag vor Abflug nach Thailand endlich jemand von der Uni erreichbar war und mir die frohe Botschaft überlieferte. Wenige Wochen später war der Neuanfang da, den ich ja mit diesem neuen Weblog begleitet habe. Berlin, mein neuer Studiengang, neue Profs, neue Kommilitonen. Wie aufregend.
Ja und jetzt fühle ich mich schon richtig Zuhause hier, das einzige was fehlt ist mein Freund, den es im Moment nur in virtueller Form gibt und nur ab und an zum anfassen. Meine neue Freiheit über meine Zeit, welch Luxus. Ich lerne und entwickle mich, reflektiere mich ständig und probiere Neues aus. Ich komme mir vor, wie ein D-Zug, der zum ICE geworden ist. Nur bin ich jetzt auch schon wo angekommen, wo die anderen vieleicht noch nicht sind, ich darf aber noch nicht weiterfahren. Dann muss ich halt einfach mir solange die Stadt anschauen…
Privat ging das Jahr mit einem coolen Kurztripp mit meinen Freundinnen nach Genf los, danach im Frühling ein langes Wochenende in Damaskus, Syrien. Das war mein erster längere Eindruck von der arabischen Welt und der war wirklich sehr gut
und hat sehr viel Spaß gemacht. Auch unsere kleine Reisetruppe vom Prof, über erfahrende Weltenbummler bis zum verträumten Neureisenden war äußerst lustig und animierend. Darauf folgte der Sommer in Zypern. Die langen warmen Sommernächte, Grillparties, chillen am Meer, Weinfest….und Anfang September ging es endlich einmal wieder etwas länger auf den aisatischen Kontinent, Thailand.
Geknüpft an die beruflichen Veränderung und den Länderwechsel war natürlich auch viel privat los. Abschiednehmen von meiner Welt auf Zypern. Abschied auf wie lange Zeit? Ist es überhaupt ein Abschied?
Und in jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…so auch in meinem Anfang hier in Berlin. Neue Umgebung, neue und alte Freunde und alte und neue Themen. Bei mir ist am Anfang meist alles aufregend und dann stürze ich mich rein in das getummel. 4 Module gleichzeitig, QiGong, Sport, Freunde….
Es war ein mutiges Jahr. Ich habe mit Mut von etwas Abschied genommen, um mich weiter zu entwickeln. Ob ich hier in diesem Master richtig bin, weiß ich nicht mehr so genau, aber Berlin ist auf jeden Fall die richtige Stadt, in der es auch für jemanden wir mich und Alexis einen Platz gibt.
Ich habe auch den Wechsel aus der strukturierten beruflichen Welt hinbekommen ohne, dass ich in altes Fehlverhalten von Zeitmanagement im freien Leben zurückgefallen bin. Ich habe gelernt Pausen zu machen und nichts zu tun, auch wenn ich das ab und an vergesse.
Zu Neujahr habe ich mich mit ganz tollen Persönlichkeiten umgeben und es richtig schön für uns alle gemacht. Die Neujahrsnacht war filmreif. Danach habe micht erst einmal erholt und dann große Pläne geschmiedet fürs neue Jahr. Am Wochenende habe ich dann wieder alles erst einmal wieder grundlegend in Frage gestellt. Die Kröhnung war heute Nachmittag, wo ich im Netz nach neuen Mastern gesucht habe und meine Leistungspunkte, die ich noch übrig habe, gesammelt und gerechnet, ob ich damit nicht irgendwo schon einen Master für bekomme. ÄÄÄähh, ich habe mich jetzt doch fürs Durchziehen entschieden, halt nur auf Schmalspur, sonst rege ich mich nur auf.
Eines ist auf jeden Fall klar. Es wird ein mutiges Jahr für Alexis mit einem Umzug nach Deutschland und es wird auch für mich ein Jahr, indem sich manch Weichen für die nächsten Jahre stellen. Wir dürfen gespannt sein.
Dankeschön liebe Familie und liebe Freunde, dass es euch gibt und dass ihr immer für mich da seid!